F. ist türkischer Herkunft und 17. Er hat eine missratene Schullaufbahn.und keinen Ausbildungsplatz . Mit seinen dunklen Locken und seinem offenen Gesicht sieht er fast aus wie ein junger VIVA-Star. Er hingegen treibt sich am liebsten in der Küche rum und wenn ihn ein Mädchen interessiert, will er ihm Essen servieren. Vor allem steckt er voll erfrischender Theorien.
Wir sprechen darüber, wie Jugendliche in der deutschen Nachkriegszeit gelebt haben, über Geschlechtertrennung, Tabus und Prüderie. F. meint, das sei aber auch nötig gewesen. Häh, warum? Ja, damals, da hätten die Leute voller Stress gesteckt, nach dem Weltkrieg, da hätten die das nicht auch noch verkraftet, diesen Stress da zwischen Männern und Frauen. Ja, Männer? die wärn wie im Tierfilm und Frauen?.äh, ganz anders. Heute hätten die Leute Geld und Frieden und seien entspannt, da könnten sie diesen Stress halt halbwegs ertragen.