Flaschengeister

Es soll Flaschengeister gebern, nein, soll nicht, es gibt sie und das wissen wir, so oder so. Die Begegnungen sind vage beschrieben, also so genau wie möglich und die Begegnungen mit Fabian, meinem Bockenheimer Staatsrechtler, ähnelt solchen Flaschenpostgeisterbegegnungen. Ähneln? Nein, sind solche, oder so ähnlich. Er schrieb darüber:

„Der Stadtteilrater, Mitglied des Sowjets der Urbanpartisanen, Norbert hat mich glücksweise an die Flaschen erinnert. Der hat das gestern getan, als ich vor der Tür einer Art Drogerie stand, um rhizomatische Rauschmittel, besser gesagt Verrauschmittel zu kaufen. Vor der Tür hat er das Bilder- oder Wortefahrzeug von der Flasche gebraucht, wie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort (er hat auch gleich erklärt, wie die Rauschmittel funktionieren).

Norbert hat gesagt, die Flaschen wollen den Antisemitismus definieren, um ihn in die Flasche packen zu können, um ihn zu beherrschen. Sivan macht nichts besser, nichts schlechter als die Flaschen. Der übt aber, da bin ich ziemlich sicher (nur soweit es sich ziemt), lässiger. Darauf ein Pilz an der Bar.“

Wo waren wir stehen geblieben? Ach, ja. Wir machen mit Fuhrmann weiter

Mit Begegnungen kommt immer das Praktische zur Ausführung, und der Witz spielt die Hauptrolle. In der Einsamkeit ist das absolut Zwecklose sicher und gesichert. Das Paradoxon, das man allenfalls im Gespräch liefern kann, fordert immer die Einsamkeit als Basis.

Einsame Menschen, die einem begegneten, muß man lieben. Es ist eine konstante Beziehung zwischen allen Einsamen. Momente: Eine Zigeunerin, die in einer Straßenbahn ihr Kind nährt und Zigaretten raucht dabei. Somnambule Zustände plötzlichen Schlafstehens vielleicht in totaler Übermüdung, vielleicht aus ganz andren Kräften mitten in diesem fabelhaftem Museum sagenhafter Völker, mit sagenhaften Kräften gebaute Dinge, sagenhafte Kräfte ausstrahlend … Immer wieder in Kassel ohne einen Menschen zu finden, nach Wilhelmshöhe, dem großen Gefängnis hingezogen werden … Weshalb noch durch das Bewußtsein danach greifen? Man kommt wieder und findet seine Vergangenheit vollkommen unwesentlich. Vielleicht steht etwas bevor …

Quelle MARIPOSA. Autobiographsche Schriften von Ernst Fuhrmann. Herausgegeben von Rembert Baumann.

HUH!

HUH!

Indes der Stolze lässig dagesessen
Drang er in Mädchen mit Verführerblicken Sah täglich zehn und hatte zehn vergessen
Doch wollte jede ihn so gern beglücken

Daß er nachts träumt von einer Riesenkuh
Und seine Unschuld fahndet nach dem Grund
Der Lüsternheit, indes ihn jene immer
Schmählicher unterwerfen. Immer schlimmer
Wie eine große Hündin spielt mit einem kleinen Hund.
H u h !
Ernst Fuhrmann

BOMONGO. Die Texte. Die Fotos

Zunächst waren die Blogger müde. Dann die Texte (über 560 Beiträge) weg. Dann schließlich waren die Texte gerettet und die Fotos (teilweise). Das Layout war verloren. Ab 29.12.2013 wurden die Fotos (leider nicht alle) wieder den Beiträgen zugeordnet. Und die Adresse hat sich geändert. Früher war alles unter www.bomongo.blogg.de zu finden, jetzt eben hier.

Pausen sind üblich

Letzter Eintrag am 2. Oktober 2008: http://arrog.antville.org/

Unentschieden bei der Wahl der Kategorie: Wartesaal? Schiffsuntergang mit Zuschauer?

Nachtgespräche

Ein Pixi-Buch ist 10 x 10 cm groß, wiegt circa 20 Gramm und hat 24 farbige Seiten.
Pixi64_71ea_kl[1]Und auch wenn ich nachlesen konnte, daß alles bereits 1954 begann… ich gehöre nicht zu den Fans dieser Bücher und bin schon gar kein Kenner dieses Kults … daher als Entschuldigung ein Pixi-Titel aus dem Jahr 1964 für, ja, eben die Pixi-Frau…