Sie lebt

Im Ton so freundlich wie zu den Zeiten, als es hier noch Bückware gab. Auch wir rügen die Maßlosigkeit der Bürger, die vermutlich in alter Gewohnheit statt eines erforderlichen gelben Sackes gleich zwei mitnehmen, auf Vorrat sozusagen, und damit den Engpaß erst verursachen. Der volkswirtschaftlich ermittelte und erforderliche Bedarf an gelben Säcken wird durch dieses zu rügende (!!!) Verhalten der Bevölkerung scheinbar nicht gedeckt und führt folgerichtig zu Engpässen, die der Bürger zu tragen hat.
Liebe Naumburger, so geht es nicht!
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Mitbringsel

Ein Mitbringsel aus dem östlichen Osten. Ein wenig fatal, da offensichtlich der junge Mensch, der zur Sprühdose und das Wort ergriff, nicht richtig weiß, wie der Aggressor aus Bayern heißt, ihn ergo schnell in Stübner umbenennt. Als ich fotografierte, hüstelten auch vier ältere Einheimische, die des Wegs schritten, verlegen bis leicht gereizt, vermutlich hielten sie das doch für ein wenig peinlich, mich am Ende als von der Presse geschickt.

Wie auch immer, ich weiß nicht, ob ein junger Mensch, der näher an Szecin wohnt als an Berlin, dümmer ist, wenn der Stoiber nicht kennt, als umgekehrt dieser, der nun vom Osten gar keine Ahnung hat. Es zeigt nur, dass Ressentiments ohne nennenswerte Kenntnisse am allerbesten gedeihen – auf beiden Seiten, na dann viel Spaß.

[Der zweite illustrierte Artikel Mitbringsel aus dem westlichen Osten muss leider ausfallen, da der Erfurter Orakelmeister hartnäckig an seiner spitrituellen Krise festhält und deswegen auch kein neues Foto lohnte.]

Ziellandung

…in Gera

Auch hier sind eifrige Menschen am Start, solche und solche. Doch was ist mit der Zerstörung der Sprache?

Stopp der Zerstörungswut
Vandalisten spielen in Gera derzeit leider eine üble Rolle. Mehrere städtische und private Initiativen zum Stadtverschönerungswettbewerb Entente Florale „Unsere Stadt blüht auf“ wurden Opfer sinnloser Zerstörungswut. Oberbürgermeister Ralf Rauch bittet die Geraer um Wachsamkeit und Courage zum Schutz der städtischen Anlagen. Es kann nicht sein, dass zahlreiche Bürger mit persönlichem Engagement für eine schönere Stadt sorgen und andere dies in Minuten vernichten, äußert sich der Geraer OB.

Am 7. Juli 2005 wird eine hochkarätige Kommission unsere Stadt im Zusammenhang mit dem Wettbewerb in Augenschein nehmen. Bis dahin muss alles getan werden, dass wir eine Ziellandung treffen und anschließend dieses Niveau zur Freude aller Geraer halten, so Ralf Rauch.