Flaschengeister

Es soll Flaschengeister gebern, nein, soll nicht, es gibt sie und das wissen wir, so oder so. Die Begegnungen sind vage beschrieben, also so genau wie möglich und die Begegnungen mit Fabian, meinem Bockenheimer Staatsrechtler, ähnelt solchen Flaschenpostgeisterbegegnungen. Ähneln? Nein, sind solche, oder so ähnlich. Er schrieb darüber:

„Der Stadtteilrater, Mitglied des Sowjets der Urbanpartisanen, Norbert hat mich glücksweise an die Flaschen erinnert. Der hat das gestern getan, als ich vor der Tür einer Art Drogerie stand, um rhizomatische Rauschmittel, besser gesagt Verrauschmittel zu kaufen. Vor der Tür hat er das Bilder- oder Wortefahrzeug von der Flasche gebraucht, wie immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort (er hat auch gleich erklärt, wie die Rauschmittel funktionieren).

Norbert hat gesagt, die Flaschen wollen den Antisemitismus definieren, um ihn in die Flasche packen zu können, um ihn zu beherrschen. Sivan macht nichts besser, nichts schlechter als die Flaschen. Der übt aber, da bin ich ziemlich sicher (nur soweit es sich ziemt), lässiger. Darauf ein Pilz an der Bar.“

HUH!

HUH!

Indes der Stolze lässig dagesessen
Drang er in Mädchen mit Verführerblicken Sah täglich zehn und hatte zehn vergessen
Doch wollte jede ihn so gern beglücken

Daß er nachts träumt von einer Riesenkuh
Und seine Unschuld fahndet nach dem Grund
Der Lüsternheit, indes ihn jene immer
Schmählicher unterwerfen. Immer schlimmer
Wie eine große Hündin spielt mit einem kleinen Hund.
H u h !
Ernst Fuhrmann