Allerdings sagen mir die Fotos nicht viel.
Mitbringsel
Ein Mitbringsel aus dem östlichen Osten. Ein wenig fatal, da offensichtlich der junge Mensch, der zur Sprühdose und das Wort ergriff, nicht richtig weiß, wie der Aggressor aus Bayern heißt, ihn ergo schnell in Stübner umbenennt. Als ich fotografierte, hüstelten auch vier ältere Einheimische, die des Wegs schritten, verlegen bis leicht gereizt, vermutlich hielten sie das doch für ein wenig peinlich, mich am Ende als von der Presse geschickt.

Wie auch immer, ich weiß nicht, ob ein junger Mensch, der näher an Szecin wohnt als an Berlin, dümmer ist, wenn der Stoiber nicht kennt, als umgekehrt dieser, der nun vom Osten gar keine Ahnung hat. Es zeigt nur, dass Ressentiments ohne nennenswerte Kenntnisse am allerbesten gedeihen – auf beiden Seiten, na dann viel Spaß.
[Der zweite illustrierte Artikel Mitbringsel aus dem westlichen Osten muss leider ausfallen, da der Erfurter Orakelmeister hartnäckig an seiner spitrituellen Krise festhält und deswegen auch kein neues Foto lohnte.]
Benedikt (energy drink)
Es
ist nicht zu fassen
Dazu passend bekomme ich heute eine Spam-Mail mit der Betreffszeile:
Meet christian singles – A match made in heaven
Trend
„Ossi-Bashing“ (Schönbohm, Stoiber und…?)
Zitatende (Mitbringsel 2)
Die für das Institut für Sozialforschung angeregte Studie über die Verwendung der Anführungszeichen in Ost und West (Begründungen; Absichten; Wirkungen; seit wann?)erhält hier ein Beispiel aus Ostthüringen (August 2005).

Mitbringsel
oder Land des Beutels, August 2005 (hier: Görlitz):

Kopfschreie
Was andere schreiben:
„Nicht schon wieder!“, schreit mein Kopf und liegt damit im direkten Infight mit me
Hinter diesem Fenster
Zen oder die Kunst in Erfurt zu warten
Schon den zweiten Tag dieses Orakelbild, jetzt steht wieder alles schön ordentlich eingereiht.
Ersatunlich nämlich am Mittwoch. Dieses Bild:
So stand es den ganzen Tag, obwohl der Vermietervater ohne jeden Zweifel im Prinzip ein sehr ordentlicher Mensch ist. Sodass der Ausfallschritt, mit dem die eine Kanne sich davon zu machen scheint mit Sicherheit orakelhaft gemeint sein musste – wie die nahezu täglichen Umbauten ja sowieso (im Übrigen nie mehrmals täglich und nahezu immer in den frühen Morgenstunden). Auf diesem Bild auch schön zu sehen, der Nebenaspekt „Schluss mit lustig“, der Spaßeimer gedeckelt und Stein drauf.
Aber
Das Leben der Gefühlvollen hat drei Epochen: Erwartung, Vergessen,
Nikolai Michailowitsch Karamsin (1766 – 1826)
Oder: Ich würd mich entschuldigen, würd´s mich nicht für mich selbst ja ärgern, das Vergessen.